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Interview über seinen Film "Königreich der Himmel":
» Warum interessiert uns heute eine Geschichte über die alten Kreuzfahrer?
Orlando Bloom: Weil sie eben keine alte Geschichte ist. "Königreich der Himmel" dreht sich um die großen Fragen des Lebens, die uns alle bewegen. Der Held, den ich spiele, hat Frau und Kind verloren, und er versucht mit diesem Leid zurechtzukommen. Deshalb sucht er im Heiligen Land Antworten.
Dadurch werfen wir gleichzeitig ein Schlaglicht auf politische Themen. Denn heute wie damals wird diese Gegend von Kriegen heimgesucht. Da gibt es hoch interessante Parallelen.
» Wollten Sie ein Statement zur Weltpolitik abgeben?
Orlando Bloom: So weit wollten wir sicherlich nicht gehen. Der Zuschauer soll selbst seine Schlüsse ziehen. Ridley Scott ist ja kein politischer Dokumentarfilmer.
Ridley Scott: Es kommt bei diesen epischen Filmen einfach darauf an, dass eine persönliche Geschichte ins Zentrum rückt, die für das Publikum Aussagekraft hat. Spektakuläre Bilder allein reichen nicht.
BLOOM: Ich hätte bei einem reinen Spektakel auch nicht mitgemacht, denn eigentlich wollte ich nach "Troja" kein Historienprojekt mehr drehen.
» Aber im Theater aufzutreten ist sicherlich gemütlicher, als in Rüstung durch die Wüste zu reiten.
BLOOM: Das können Sie laut sagen! Wir drehten über 130 Tage, sechs Tage die Woche. Und unsere Schauplätze in Marokko, Spanien und den Pyrenäen waren zwar schön, aber auch äußerst anstrengend.
SCOTT: Das Schlimmste waren die Windböen in Marokko. Die begannen kurz vor zehn Uhr morgens und hielten den ganzen Tag über an. Und das während der gesamten Drehzeit. Es war mörderisch
» Warum drehen Sie dann überhaupt unter solchen Umständen?
SCOTT: Das ist doch alles viel authentischer und realistischer. Da musst du nur durchhalten. Mein Vater war bei der Armee, auch meine Mutter war ziemlich zäh - da bin ich mit guten Genen ausgestattet. Schon als kleiner Junge bin ich wie ein Indianer durch die Wälder und Wiesen gezogen.
BLOOM: Du musst schon eine Rolle bis zum Letzten auskosten. Und wenn du physisch genauso am Ende bist wie deine Figur, dann ist das ein gutes Zeichen. Letztlich war dieser Film selbst ein richtiger Kreuzzug. Wenn ich wieder so einen Heerführer wie Ridley bekomme, dann bin ich sofort wieder bereit!
Interview aus der Jolie:
Herr Bloom, haben Sie eigentlich manchmal das Gefühl, das alles zu schnell geht in Ihrem Leben? Ja, oft.
Und was tun Sie dagegen? Ich verbringe Zeit mit meiner Familie, mit meinen Freunden, fahre nach Brasilien, mache Urlaub, verbringe Zeit mit meinem Hund und versuche einfach, zu mir zu kommen.
Sie wirken erwachsener. Liegt vielleicht auch am Bart, den Sie jetzt tragen...
Ja, ich hoffe, das ist jetzt der Übergang für mich vom Jungen zum Mann. Aber ich bin immer noch gern ein junge. Trotzdem: In "Kingdom of Heaven" spiele ich definitiv eine erwachsenere Rolle als bisher.
Haben Sie denn immer noch Probleme mit dem Berühmsein? Nun, vom Menschlichen her gesehen: Ja. Berühmtheit ist ja nichts Natürliches. Es ist nur eine Frage der Wahrnehmung. Die Leute denken plötzlich, du bist so und so, und projezieren dann Sachen in dich rein, die gar nicht stimmen. Es ist kein ausgewogenes Urteil, das sie von die und von dem Leben, das du führst, haben. Es ist eine ständige Herausforderung für mich, damit richtig umzugehen.
Haben Sie denn schlechte Erfahrungen gemacht? Ach, es gibt so viele Geschichten über mich und tausende Frauen, über mich und meine angebliche Verlobung und dass ich einen Verlobungsring für 300.000 Dollar gekauft haben soll. Als ich das gehört habe, dachte ich mir nur: Wie kommen die Leute auf so was? Jeder würde sich ärgern, wenn über ihn Lügen verbreitet würden. Lügen sind echt das Schlimmste.
Seit "Fluch der Karibik" haben viele Leute Poster von Ihnen an der Wand. Sie sind ein echtes Role Model. Welche Message möchten Sie Ihren Fans mitgeben? Na ja, das Wichtigste ist doch, dass man erst mal für sich selbst die Verantwortung trägt im Leben. Dass man ehrlich zu sich ist. Ich glaube, wenn das jeder beherzigen würde, gäbe es viel weniger Ärger auf der Welt.
Schöner Gedanke, aber das wird nicht so schnell passieren.... Ja, leider. Aber irgendwo muss man ja schließlich einmal anfangen.
Sind Sie darum Buddhist geworden? Der Buddhismus ist in erster Linie eine Philosophie für mich. Ich finde sie faszinierend und sehr konstruktiv, um Dinge zu verstehen, die einem im Leben so begegnen, um neue Lösungsansätze für Probleme zu finden, die das Leben eben so mit sich bringt....
In "Kingdom of Heaven" spielen Sie schon wieder einen Schmied, wie in "Fluch der Karibik".... Ja. Ich wollte nicht aus der Übung kommen (lacht). Um ehrlich zu sein, war ich nicht auf der Suche nach einem neuen Mantel-und-Degen-Flm. Ich war gerade fertig mit den Dreharbeiten zu "Troja", wo ich den Paris spielte. Noch im Flugzeug las ich das Drehbuch zu "Kingdom of Heaven". Ich war begeistert, auch, weil die Rolle des Ibelin das komplette Gegenteil war zu dem Feigling Paris. Also habe ich zugegriffen...
Sie haben für den Film lange in Spanien gedreht. hat es Ihnen dort gefallen? ch liebe Spanien. Ich war überwältigt von der Herzlichkeit, die mir die Leute dort entgegengebracht haben. Es ist ja das erste Mal, dass ich in so einem großen Film die Hauptrolle spiele. Für mich ist das immer noch ein bisschen ungewohnt.
Also, wenn schon die achtjährigen Mädchen verrückt nach Ihnen sind, wie sieht es dann erst bei den 20jährigen aus... Ach die sind doch viel zu cool, um sich in mich zu verlieben. Die schwärmen alle nur für Johnny Depp. Er ist der eigentliche Bringer. Ich bin nur der Unterhalter, der Mann in der zweiten Reihe.
Ach, und wie erklären Sie sich das Rekordergebnis von 2,5 Millionen Zugriffen auf Ihren Namen bei Google?Also, wenn es so ein 13jähriges Mädchen glücklich macht, wenn ich Ihr ein Autogramm gebe - bitte. Aber diese Leute kennen mich doch nicht wirklich. Sie haben nur ein Bild, eine gewisse Vorstellung von mir.
Und was ist mit den Mädchen, die alles versuchen um an Ihre Telefonnummer heranzukommen? Ehrlich gesagt zieh ich in solchen Situationen gern den Kopf ein. Mir ist so was eher peinlich.
Inteview aus der Joy- Mai 2005:
Sie sind gerade dabei, Brad Pitt als Sexsymbol abzulösen. Wie gehen Sie mit Ihrem wachsenden Ruhm um? Es macht Spaß und ist zugleich überwältigend und einschüchternd. Und manchmal kann es nervig werden. man betritt einen Raum und plötzlich fängt jeder an zu flüstern und ist total verlegen. Manche stehen nur da und starren mich an. Dann versuche ich ein Gespräch anzufangen, damit die Leute sich entspannen. In solchen Situationen fühle ich mich sehr unwohl. Ich sehe mich als Schauspieler und nicht als Sexsymbol. Was ich mag, sind Briefe von Fans. Gerade neulich schreibe mir ein Mädchen: "Orli, du bist nicht nur ein Sexsymbol, sondern auch ein netter Typ." das fand ich süß.
Sie haben mit Brad Pitt und Johnny Depp gedreht. Gaben die Ihnen Tipps, wie man mit dem Berühmtsein umgeht? Ich habe beide beobachten können, das hat mir viel gebracht. Einmal, als ich mit Brad Pitt auf Malta "Troja" drehte, kamen wir abends aus einem Restaurant und ein Blitzlichtgewitter ging los. Eine Menschenmenge verfolgte ihn, aber er blieb völlig cool und höflich. Das hat mich sehr beeindruckt. er sagte nur: "Lächeln und nicht stehen bleiben, dann lassen sie dich in Ruhe". Mit Johnny Depp sprach ich mal darüber, wie viel manche in meinem Job verdienen. und er antwortete: "Hmmm, ein Privatleben kann ganz schön teuer werden. Plötzlich braucht man für seine Familie Bodyguards, um sicher zu sein und weiterhin seine eigenen Wege gehen zu können." Er riet mir auch, alte Freundschaften zu pflegen, denn Familie und alte Freunde verändern sich nicht, egal was passiert.
Haben Ihren Brad und Johnny auch über die Trennung von Ihrer Freundin Kate Bosworth geholfen? Sicher. Aber ich möchte eigentlich nicht viel zu der Trennung von Kate und zu den Gründen sagen. Außer, dass sie unvermeidbar war und ich die ersten Wochen sehr gelitten habe. Wir wünschen uns doch schließlich alle, die wahre, echte Liebe zu finden. Umso härter ist es, wenn man sie dann wieder verliert. (Angeblich sind die beiden jedoch jetzt wieder zusammen - Verena)
Und jetzt sind Sie erneut auf der Suche nach der großen Liebe? Ja. Von solchen Rückschlägen darf man sich nicht entmutigen lassen. Die gehören zum Leben dazu. Ich fange jetzt einfach wieder von vorne an.
Was macht eine Schauspielerbeziehung kompliziert? Die Entfernung. Wenn beide an unterschiedlichen Orten drehen, ist man oft monatelang voneinander getrennt. Da entfremdet man sich leicht.
Mit "Königreich der Himmel" haben Sie schon wieder einen Köstum-Film gedreht. Was reizt Sie an diesen Rollen? An "Königreich" hat mir Balian, mein Charakter, gefallen. Er ist ein junger Mann, der sich auf eine spirituelle, politische und emotionale Entdeckungsfahrt begiebt, um Jerusalem zu retten. Er wird zum Ritter geschlagen und ist ein edler Mensch. Das ist ein Charakterzug den ich mir versuche ebenfalls anzueignen.
Stimmt es, dass Sie Buddhist sind? Ja. Diese Philosophie hilft mir. Durch sie komme ich besser mit dem Showbiz und all seinen Verrücktheiten klar. Ich möchte ein menschliches Wesen bleiben und nicht ein abgehobener Hollywoodstar werden. Und meiner Meinung nach kann man als Mensch nur durch Spiritualität wachsen. Buddhismus zeigt mir den Weg dazu.
Demnächst fangen die Dreharbeiten zum zweiten Teil von "Fluch der Karibik" an. Freuen Sie sich schon? Und wie. Die Zeit der Dreharbeiten zum ersten Teil war eine der besten in meinem Leben. Was daran lag, dass ich mit Johnny Deppdrehen durfte, der schon immer einer meiner großen Helden und Vorbilder war. Er ist nicht nur einer der besten Schauspieler, sondern auch ein wirklich guter Mensch, der sich selbst treu geblieben ist und nur das dreht, was ihm auch Spaß macht.
Ihre Begeisterung für Johnny Depp zeigt sich auch in ihrem Outfits, die seinen zum Teil sehr ähneln. (lacht) Das müssen Sie Samantha, meiner Schwester, sagen. Die kleidet mich oft ein. Sie findet nämlich, dass ich nicht cool genug bin. Sie hat einen wirklich guten Geschmack und ich gehe gerne mit ihr shoppen.
Interview aus der Amica:
A = Amica; O.B: = Orlando Bloom
A: Oh. Ist das ein großer Hund.
O.B.: Sein Name ist Sidi.
A: Ihre neue Liebe?
O.B.: Ja. Ich habe ihn in Marokko bei den Dreharbeiten zu "Königreich der Himmel" gefunden. Ich sah ihn zum ersten Mal, als er von einer Ruine saß und das nächste Mal, als er aus einer Pappschachtel Kamelscheiße fraß. Da dachte ich mir, den nehme ich mal mit und bade ihn. Und dann habe ich mich in ihn verliebt.
A: Was sagt Ihre Exfreundin Kate Bosworth dazu?
O.B.: Nichts.
A: Sie habe Ihre Trennung zwei Tage vor diesem Interview bekannt gegeben. Irgendwie wirken Sie nicht besonders niedergeschmettert.
O.B.: Bin ich auch nicht.
A: Frauen kommen und gehen, der Hund bleibt.
O.B.: Sidi reist tatsächlich überall mit mir hin. Ich habe gerade einen Pass für ihn beantragt. Dann braucht er nicht mehr in Quarantäne.
A: Und Kate? Hat kein Loch hinterlassen?
O.B.: Sie wissen doch, dass ich diesen Teil meines Lebens gern für mich behalten möchte.
A: Aber wenn Sie doch öffentlich Schluss machen. Sie waren ein sehr hübsches Paar.
O.B.: Mein Leben hat sich durch die Trennung überhaupt nicht geändert.
A: Das ist nicht gerade schmeichelhaft für die Verlassene.
O.B.: Es ist eine Tatsache. Ich habe vorher sehr viel gearbeitet. Und jetzt auch. Ich habe kaum Freizeit. Mein nächster Urlaub ist führestens im Dezember.
A: Sind Schauspieler alle beziehungsgestört? Oder haben Sie einen Beruf, der Beziehungen stört?
O.B.: Das ist doch offensichtlich? (Das Interview fand in der Woche statt, in der sich Brad Pitt und Jennifer Aniston trennten.)
A: Liegt das an der allgegenwärtigen Versuchung?
O.B.: Ich bin mir nicht sicher, ob es Verlockungen sind oder die Tatsache, dass man sehr oft getrennt ist. Vielleicht bin ich auch einfach zu jung.
A: Wir sollten wohl langsam auf Ihren neuen Film zu sprechen kommen, Ridley Scotts Kreuzzug-Epos "Königreich der Himmel".
O.B.: Richtig.
A: Wollten Sie wieder einmal zeigen, wie gut Sie in historischen Kostümen aussehen? Werden Sie je zeitgenössische Kleidung tragen?
O.B.: Tu ich doch demnächst. In "Elizabethtown" von Cameron Crowe. Ich spiele einen modernen Amerikaner.
A: Kann es sein, dass Sie sich ohne Rüstung nackt fühlen?
O.B.: Sie meinen, höhö, ohne mein langes Schwert? Die Dreharbeiten von "Königreich der Himmel" waren auf jeden Fall anders als "Troja". Aber ich glaube, das lag in diesem Fall am amerikanischen Akzent. Das war eine echte Herausforderung für mich als Briten.
A: Verstehen Sie Amerika?
O.B.: Ich weiß nicht. Es ist einer dieser unbeschreiblichen Orte. Es widerspricht sich selbst die ganze Zeit. Verstehen Sie? Wie viele großartige Länder und Ideen in der Welt widerspricht es sich. Es steht für eine Sache und tut eine andere, es ändert laufen seine Meinung.
A: Sie ja auch. Nach "Troja" behaupteten Sie, das sei es jetzt erst mal gewesen mit den historischen Dramen. Und dann drehen Sie einen noch viel opulenteren.
O.B.: Ja, ja ich weiß. Aber es ist ein Ridley-Scott-Film! Ich las das Drehbuch auf dem Rückflug von Mexiko. Ich hatte dort gerade "Troja" abgedreht. Und ich hatte echt nicht im Sinn, schon wieder so ein Epos mit Schwert zu machen. Aber dann las ich Ridleys Derhbuch, und es war einfach unglaublich gut. Meine Rolle ist das genaue Gegenteil von Paris in "Troja". Paris war der feige, kleine Bruder. Und jetzt bin ich ein sehr männlicher Typ, ein zurückhaltender Held, ein Mann auf einer körperlichen, spirituellen, emotionalen und politischen Entdeckungsreise.
A: O je. Hört sich nach Kunst an.
O.B.: Ich kann Ihnen nur sagen, ich las das Drehbuch und musste sofort mit Ridley Scott sprechen. Es war verrückt. Zwölf Stunden später war ich beim Screentest. Und am nächsten Tag hatte ich schon einen falschen Bart und fuchtelte mit Blut und Dreck beschmiert mit einem Schwert in der Hand.
A: Das klingt recht vielseitg.
O.B.: Nun, ich stemmte eine Menge Gewichte und nahm ungefähr 20 Pfund zu. Balian, meine Rolle, ist Schmied und naturgemäß viel breiter gebaut als ich. Ich stellte ihn mir wie einen richtigen Brocken vor, deswegen nahm ich auch Stimmunterricht, um präsenter zu wirken.
A: Renée Zellweger würde für so eine Leistung einen Golden Globe gewinnen.
O.B.: Ich weiß nicht, ob mir die Tranformation gelungen ist. Der Film ist ja noch im Schnitt.
A: Gut. Dann können wir ja wieder auf anderes Wesentliches zurückkommen. Meine fast 40-jährige, verheiratete Freundin hat ein Foto von ihnen am Spiegel kleben.
O.B.: Oh, das tut mir leid. O Mann, das ist so seltsam. Da will ich gar nicht dran denken.
A: Ob Sie wollen oder nicht, Sie gelten eben als Sexsymbol für Frauen aller Altersklassen. So schlimm kann das doch nicht sein?
O.B.: Nun, gewiss ist es sehr schmeichelhaft. Aber in Wirklichkeit ... Ich bin seit "Der Herr der Ringe" daran gewöhnt, bei Premieren einiges Aufsehen zu erregen. Aber bei den Dreharbeiten zu "Königreich der Himmel" beeinträchtigte das Aufsehen zum ersten Mal meinen Arbeitsalltag. Dauernd warteten irgendwelche Frauen vor meinem Hotel. Das hat mich schon etwas verstört.
A: Was haben die Frauen vor Ihrem Hotel getan?
O.B.: Sie riefen meinen Namen. 24 Stunden am Tag.
A: Verliert man da den Respekt?
O.B.: Nein. Aber ich muss noch lernen, mich daran zu gewöhnen. Auf einal brauche ich Leute, die dafür sorgen, dass ich ungestört weiterleben kann. Es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber dafür habe ich ja auch viel Glück gehabt.
A: Wird es langweilig, wenn einen dauernd alle Frauen haben wollen? Muss man sich da einen Hund anschaffen fürs Herz?
O.B.: Ich werde ja nicht auf Schritt und Tritt belagert. Glaube ich jedenfalls. Ehrlich gesagt gehe ich kaum noch aus. Ich arbeite zurzeit wirklich sehr viel.
A: Oder gehen Sie kaum noch aus, weil sich die Mädchen sowieso vor Ihrer Haustür stapeln?
O.B.: Ich weiß nicht. Es gibt diese öffentliche Wahrnehmung von mir. Aber die Fans, die am Straßenrand kreischen, wissen ja nicht, wer ich bin. Die verzehren sich ja nicht nach Orlando Bloom. Die kennen mich doch gar nicht. Die halten mich für Legolas, Will Turner oder sonst wen, den ich gespielt habe.
A: Halten Sie sich für annähernd so sexy wie Ihr Image?
O.B.: Machen Sie Witze? Wenn eine meiner Verehrerinnen eine Woche mit mir zu Hause verbringen würde, hätte sie eine vollkommen andere Geschichte zu erzählen.
A: Wieso? Schnarchen Sie oder Schlimmeres?
O.B.: Das ist mein Berufsgeheimnis.
A: Geheimnis gilt nicht für Sexidole.
O.B.: Also gut. Ich schnarche nicht. Aber ich tanze gern.
A: Zu Hause?
O.B.: Nein. Aber ich liebe es eben, mich zu bewegen. Ich gehe auf Konzerte und in Clubs, um zu tanzen.
A: Solche Männer sind sehr selten.
O.B.: Hm. Ich war neulich in Memphis tanzen. Ich liebe einfach Musik. Da könnte ich mich völlig vergessen. Obwohl ich kein besonders guter Tänzer bin. Das habe ich nie gesagt. Ich bin auch kein guter Surfer oder Snowboarder und habe trotzdem großen Spaß daran.
A: Verdirbt es einem nicht den Spaß, wenn mann dabei dauernd unter Beobachtung steht?
O.B.: Das gehört zu dem Anpassungsprozess, in dem ich mich befinde. Lernen zu leben, als ob niemand zuschaut.
A: Ein schönes Schlusswort. Trotzdem bitte zum Abschluss noch fünf Fragen für die 15-jährige in uns?
O.B.: Los!
A: Welchen Frauentyp bevorzugen Sie?
O.B.: Ob blond oder braun ist mir völlig egal. Es ist mehr eine Sache der Energie. Lustigerweise geistert seit Jahren dieses Zitat von mir durch die Presse, demzufolge ich Schauspieler geworden bin, um Mädels zu kriegen. Das habe ich nie gesagt. Natürlich nicht! (seufzt) Frauen sind faszienierend und ich beklage mich nicht über ihre Aufmerksamkeit.
A: Ihre Lieblingsfilme?
O.B.: "The Hustler", "Der letzte Mohikaner", "Butch Cassidy und Sundance Kid" und "Taxi Driver", weil sie den größten Einfluss auf mich hatten. "Der Clou". Und ich liebe Paul Newman.
A: Zu welcher Musik tanzen Sie?
O.B.: National Skyline, Franz Ferdinand. Bester Typ zum Tanzen: Rufus Wainwright. Aber eigentlich kaufe ich nicht viel Tanzmusik. Früher mochte ich Jazzfunk sehr gern.
A: Welches Buch lesen Sie gerade?
O.B.: "Hey Nostradamus!" von Douglas Coupland. Das müssen Sie lesen ...
A: Der letzte Ratschlag Ihrer Mutter?
O.B.: Der gleiche wie immer: Sei vorsichtig.
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